Fehler beim Bierbrauen

Die fünf häufigsten Fehler beim Bierbrauen 

Anbei die vier häufigsten Fehler beim Bierbrauen bzw. beim Bier selber brauen:

Zu hoher Alkoholgehalt: Wenn das selber gebraute Bier einen zu hohen Alkohlgehalt hat, dann liegt es an einem zu hohen Stammwürze bzw. an einem zu hohen Zuckergehalt. Somit wird zu viel Extrakt vergoren. Dies kann passieren, wenn man die Verzuckerungsrasten (siehe Blog: Bier selber brauen: Der Maischeprozess) beim Maischen über die vorgegebene Zeit hinausläuft oder, was häufiger vorkommt, die Maischeschüttung falsch berechnet wurde und somit zu viel Malz auf zu wenig Wasser konzentriert ist.

Zu wenig Schaum: kann aus Mangel an Kohlensäure resultieren. Ist die Nachgärung noch nicht abgeschlossen, so kann auch nicht ausreichend CO2 gebildet werden. Umgekehrt ist es bei zu langer Hauptgärung möglich, dass die Nachgärung fast ausbleibt, weil kein Extrakt mehr vorhanden ist, und zu wenig CO2 entsteht. Es kann aber auch sein, dass die Flaschen zur Nachgärung unsauber bzw. fetthaltig sind und dadurch der Schaum zusammenfällt. Das ist ein Fehler beim Bierbrauen, den man vermeiden kann.

Erhält man dagegen zu viel Schaum, hat man das Bier zu früh abgefüllt. Die Hauptgärung konnte nicht abgeschlossen werden und gärt daher in der Flasche zu stark weiter. Dieser Fehler beim Bierbrauen ist bereits beim Öffnen der Flasche bemerkbar, wenn zu viel Schaum ausströmt.

Das Bier gärt nicht
: Für diesen Fehler beim Bierbrauen gibt es mehrere Ursachen:

  • Die Umgebungstemperatur ist für die jeweilige Hefeart zu hoch bzw. zu niedrig
  • Beim Maischen wurde die Verzuckerungsrast nicht lange genug eingehalten. Die Stärke konnte somit von den Enzymen nicht in vergärbaren Malzzucker umwandeln. Um diesen Fehler zu vermeiden dient uns die Jodprobe, die ein wichtiger Bestandteil beim Bier selber brauen ist
  • ein unsauberes Abläutern hat zur Folge, dass Trübstoffe in der filtrierten Würze zurückbleiben, welche die Gärung beeinträchtigen. Deshalb ist das Untersuchen der abgeläutereten Würze vor dem Ablassen von großer Bedeutung

Schmeckt das Bier zu herb oder bitter, so liegt der Fehler beim Bierbrauen an einer zu großen ersten Hopfengabe. Diese hat, wie bereits im Blog Bier selber brauen: Der Hopfenkochprozess erläutert, auf das Bier durch die Entfaltung der Bitterstoffe eine sehr bitternde Wirkung.

ZUM BIERBRAU TEST

4 Kommentare

  1. “Zu hoher Alkoholgehalt” – so etwas gibt es nicht!

    :-)

  2. Mein Bier befindet sich gerade im Nachgärprozess, in Flaschen. Nach dem befüllen der Flaschen hab ich noch mal in mein Buch geschaut und festgestellt, dass man das Abfüllen des Jungbiers möglichst so gestalten soll, dass es mit wenig Sauerstoff in berührung kommt. Das hab ich leider nicht beachtet sondern das Bier von ganz oben in die Flasche tröppeln lassen.
    Was werden nun die Folgen davon sein?
    Was macht der Sauerstoff mit dem Bier? Wieso soll es nicht mit Sauerstoff angereichert werden?
    Ich mach mir schon ein wenig Sorgen, denn das ist mein erster Versuch Bier zu brauen. Wäre schön, wenn ein fachkundiger antwortet. Danke schon mal!

  3. Hallo! Dass die Gärung nicht so recht in Schwung kommt kann auch andere Ursachen haben! Zum einen kommt es ja auf die Hefe an. Wenn diese zu alt ist oder nicht angemessen gelagert wurde kann sie tot sein. Deswegen sollte man Trockenhefen prüfen, wenn man sich nicht sicher ist, am Besten indem man einen Teelöffel Zucker in die rehydrierte Hefe gibt. Das Bier kann auch unzureichend belüftet sein. Die Hefe braucht zum vermehren am Anfang Sauerstoff. Oder, schlimmster Fall, es haben sich Keime im Gärbehälter abgesetzt, die die Hefe gekillt haben.

  4. Pingback: Bier selber brauen - Bier selber brauen mit Brauanleitung

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